Tipps für Autoren
Kann man Schreiben lernen? Man kann. Als erstes drei einfache Tipps dazu: Lesen, lesen, lesen. Klingt einfach, ist es auch.
Ich glaube, dass man es sehr viel einfacher hat, selbst zu schreiben, wenn man entsprechend viel liest. Man bekommt ein Gespür für Sprache, für Spannung, für Charakterentwicklung. Das ist ungemein wertvoll, wenn man selbst plötzlich Hunderte von Seiten füllen will.
Zusammenfassend würde ich also sagen: Lesen und Schreiben sind die besten Übungen. Und je mehr man übt, desto besser wird man.
Man sollte sich die passenden Verlage und Agenturen für sein Manuskript heraussuchen. Einsendungen an Verlage oder Agenturen, die überhaupt keine Sparte mit dem Genre des Manuskriptes haben, sind absolut sinnlos. Die Anschreiben kosten ja auch Geld, Zeit und Nerven; man will sich ja nicht über Gebühr strapazieren. Es ist sinnvoll, sich zuerst über die Verlage und Agenturen zu informieren und gezielt diejenigen anzuschreiben, die mit dem Manuskript auch etwas anfangen können. Zudem haben viele Verlage und Agenturen ganz eigene Anforderungen an Einsendung, an die man sich allein aus Höflichkeit halten sollte. Also, vorab ein wenig Recherchearbeit investieren.
Agenturen Allerorten werden die Lektorate verkleinert und immer mehr Arbeit wird ausgelagert. So langsam entwickelt sich auch in Deutschland eine breite Szene von Literaturagenturen. Ebenso wie Verlage sind Agenturen teilweise auf Genres spezialisiert, deswegen lohnt es sich auch hier ein wenig Recherche zu betreiben. Natürlich verlangen Agenten Geld, normalerweise um die 15% vom Autorenhonorar bei erfolgreicher Vermittlung. Angebote mit Vorkasse sollte man kritisch überprüfen, verdient eine Agentur Geld am Autoren, ohne ihn vermitteln zu müssen, entfällt der Erfolgsdruck, was natürlich negative Auswirkungen auf die Motivation haben könnte.
Wenn man sich für den Weg über eine Agentur entscheidet, sollte man diesen auch ausschließlich gehen und sich erst selbst an Verlage wenden, wenn die Agenturen kein Interesse haben. Agenturen werden kaum Manuskripte vertreten, die schon von Verlagen abgesagt wurden, oder bei Verlagen liegen. Lieber erst die passenden Agenturen anschreiben, und falls es dort zu keiner Zusammenarbeit kommt, selbst an die Verlage herantreten.
Meine eigene Agentur ist zum Beispiel Schmidt & Abrahams GbR, die sich auf Science Fiction, Fantasy und Historische Romane spezialisiert hat.
Kleinverlage: Sind ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite ist es, gerade für unveröffentlichte Autoren, einfacher, dort unterzukommen. Auf der anderen Seite machen sie den Sprung in den "großen" Markt nicht unbedingt einfacher. Meine Meinung dazu ist ambivalent. Häufig bringen Kleinverlage ambitionierte Bücher heraus, die in dieser Form vielleicht sonst niemals erschienen wären. Und sie bieten Autoren eine Plattform, die große Verlage nicht anbieten. Andererseits haben sie kaum Mittel für Werbung und auch die Vertriebswege können mit denen der großen Verlagshäuser nicht konkurrieren. Die Werbung liegt eher beim Autor, was ja nicht unbedingt ein Nachteil sein muss, aber nicht jeder kann neben dem "Broterwerb" auch noch Lesereisen in ganz Deutschland veranstalten, die dann meist auch schlecht oder gar nicht vergütet werden.
Generell würde ich bei den großen Verlagen und/oder passenden Agenturen anfangen und die kleineren Verlage in einer "Zweiten Welle" von Manuskripteinsendungen anschreiben, falls nur Absagen von den Großen der Branche kommen.
Druckkostenzuschuss-Verlage: Wenn man „richtig“ veröffentlicht werden will, sollte man diese Verlage meiden. Erstens wird kaum ein seriöser Verlag noch ein Manuskript veröffentlichen, das bereits auf diesem Wege erschienen ist. Und zweitens kann man sich damit eventuell sogar den eigenen Namen als Autor zerstören. Denn Verlage wollen eher nicht mit dieser Branche in einen Topf gesteckt werden. Aus Sicht eines Verlages, der täglich Dutzende von Manuskripten bekommt, ist es nur sinnvoll, Autoren mit Selbstkosten-Veröffentlichungen auszusortieren. Es bleiben ja auch so genug Angebote übrig.
Books-on-demand: Wenn man einfach nur sein Buch in den Händen halten und es seinen Freunden schenken will, dann kann man über Books-on-demand und die Äquivalente nachdenken, ansonsten gilt eher: Finger weg. Beim Sachbuchbereich mag es etwas anders aussehen, aber prinzipiell sollte man sehr gut darüber nachdenken, bevor man Geld für eine Veröffentlichung bezahlt. Wirklich sehr gut nachdenken, denn man sollte einfach nicht vergessen, dass in einem Buch harte Arbeit steckt, und dass man für diese harte Arbeit Bezahlung erwarten sollte. Geld fließt von Verlagen und Agenturen zu Autoren, nicht anders herum.
Finanziell lohnt es sich auch kaum, weil man selbst mit einiger Eigenwerbung und Pressearbeit nur wenige Dutzend Exemplare verkauft. Es fehlen einfach die Vertriebswege der Verlage, der Weg in die Buchhandlung an der Ecke, die Verkäufe an große Ketten oder Online-Buchhändler. Zudem sind die Bücher meist teurer als vergleichbare Exemplare und im Gegensatz zu diesen besteht für den Käufer immer das Risiko, ein vollkommen unlektoriertes Werk zu bekommen. Und wer gibt schon mehr Geld für potenziell schlechtere Bücher aus?
Alle Verkauferlöse durch das Amazon-Partnerprogramm auf meinen Seiten werden gemeinnützigen Aktionen, die einen Bezug zur Literatur haben, gespendet, wie z.B. dem PEN Writers-in-Prison-Committee, oder der Alphabetisierungskampagne der UNESCO.