Apropos Reisen

Was nicht jeder weiß: zum Leben als Schreiberling gehört mehr als nur vor der Tastatur zu sitzen und der Phantasie freien Lauf zu lassen. Zum Beispiel veranstalten viele Autoren ganz gerne Lesungen. So auch ich. Letztes Wochenende war ich zu diesem Behufe in Belgien, allerdings nur ganz knapp hinter der Grenze, wenige Kilometer von Aachen entfernt. Dort fand das Schicksalsfest IV statt, und ich habe eine Lesung angeboten, während meine Agentinnen einen Workshop für angehende Fantasyautoren zum Thema „Schreiben und Veröffentlichen“ gehalten haben. Wäre die Anfahrt nicht von Baustellen, Stau und Gewitter geprägt gewesen, hätte sie wohl nicht sechs Stunden gedauert, so kamen wir allerdings recht gestresst an.

Untergebracht waren wir in einer Ferienanlage, die kinoreif ist. Es gab die drolligsten 70er Jahre Impressionen, die ich seit langem gesehen habe. Besonders hübsch war das Schwarzweiß-Poster mit der Dame in Unterwäsche über dem Bett, auf dem der verheißungsvolle Titel „Night Games“ stand. Die Unterkunft war zwar erheiternd, aber durchaus komfortabel, also richteten wir uns ein und begaben uns zu der Eyneburg. Diese ist eine wirklich wunderschöne, mittelalterliche Anlage, die geradezu perfekt für Veranstaltungen wie das Schicksalsfest geeignet ist. Die Spaziergänge über das Gelände, auf dem viele verschiedene Workshops stattfanden, waren ein echter Genuss.

Meine Lesung war am Samstag. In einem so schönen Gemäuer zu lesen, ist natürlich etwas Besonderes. Inzwischen hält sich mein Lampenfieber auch halbwegs in Grenzen, obwohl ich immer noch nervös bin. Überraschend waren die wenigen Fragen nach der Lesung, da bin ich eigentlich mehr gewöhnt. Dafür habe ich mich nachher noch mit einigen Zuhörern sehr nett unterhalten.

Die Verpflegung wurde von einem professionellen Katering-Service organisiert und war wirklich erstklassig. Höhepunkt des Schicksalsfestes war das Konzert von Fiddler’s Green mit anschließender Feuershow.

Alles in allem war es ein sehr schönes und unterhaltsames Wochenende und mein Dank geht an das Organisationsteam des Schicksalsfestes. Leider habe ich es nicht geschafft, an einem der interessanten Workshops teilzunehmen und es so verpasst mir einen Bogen zu bauen. Aber ich bin ja auch Schreiberling und kein Bogenschütze.

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Kommentare

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  1. DanieL schreibt:

    Gibt es denn schon Fotos von der Lesung?

  2. Chris schreibt:

    Es gibt Fotos, allerdings sind die noch auf Reisen. Sobald ich sie habe, packe ich sie auf meine Webpage (unter "Specials - Lesungen").


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