Fortsetzungen

So, kurz vor Mitternacht und die Szene ist fertig. Jetzt habe ich Zeit, ein wenig ins Journal zu schreiben.

Wie einigen vielleicht schon bekannt ist, schreibe ich schon seit einiger Zeit an der Fortsetzung zu Die Trolle. Gerade weil das Buch auch eigenständig zu lesen sein soll, gibt es logischerweise so manche Anforderung an das Manuskript. Die Geschichte muss auch ohne Wissen aus Die Trolle zu verstehen sein. Das bedeutet, dass nicht nur Informationen über die Welt neu gestreut werden müssen, sondern auch die Geschehnisse des ersten Bandes deutlich werden sollten. Natürlich ohne die Leser von Die Trolle zu langweilen. Als Autor ist man selber in der Geschichte drin und ist stark in der Welt verankert. Deswegen kann es schwierig sein zu erkennen, wann der unbedarfte Leser Informationen benötigt. Noch dazu ist das ja von Leser zu Leser unterschiedlich; mancher braucht mehr Informationsfluss, der nächste kommt mit weniger aus. Hier kommen Testleser ins Spiel, denn die bemerken schnell, wenn ihnen etwas Essentielles zum Verständnis der Geschichte vorenthalten wird. In meinem Fall bedeutet das auch, dass ich Testleser benötige, die den ersten Teil noch nicht gelesen haben, oder zumindest genug Abstand gewonnen haben.

Schon beim ersten Band habe ich auf das Informationsmanagement großen Wert gelegt und mir genau überlegt, welche Informationen in welchem Kapitel erscheinen sollen. Natürlich ergibt sich vieles von selbst, aber andere Informationen müssen gezielt gegeben werden, damit der Leser spätere Szenen verstehen kann. Auf der anderen Seite will man natürlich niemanden mit seitenlangen, drögen Erklärungen gängeln oder gar vergraulen. Im besten Fall baut man die Informationen so in die Geschichte ein, dass sie sich ganz natürlich in den Erzählfluss einfügen und ihn nicht wie ein Damm blockieren.

Jedenfalls ist für mich das Verwalten der Informationen im Manuskript ein wichtiger Punkt, dem ich besondere Beachtung schenke. Wenn Testleser zu verstehen geben, dass ihnen die Informationen zu viel werden oder fehlen, richte ich bei meiner nächsten Überarbeitung mein Augenmerk auf den Fluss der Information. Deshalb vielen Dank an alle, die ihre Zeit opfern, um sich durch meine Buchstabenwüsten zu schlagen, nur um die eine oder andere Oase zu finden.

Nebenbei, ich habe ein wenig mit den Templates von Serendipity gespielt und mich in die CSS- und TPL-Dateien eingearbeitet. Das neue Aussehen ist noch vorläufig, aber gefällt mir von der Grundidee her schon ganz gut. Trotzdem bleibt noch viel zu tun, was wohl auch einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Aber ich bin ja auch Schriftsteller und kein Programmierer.

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