10. Mai 1933
Vor 75 Jahren gab es die "Aktion wider den undeutschen Geist" in deren Folge auch systematisch Schriftsteller verfolgt wurden. Das Datum hat sich buchstäblich in die Geschichte eingebrannt, denn es kam zu straff durchorganisierten öffentlichen Bücherverbrennungen. Bücher der Autoren Heinrich Heine, Franz Kafka, Lion Feuchtwanger, Berthold Brecht, Carl von Ossietzky, Kurt Tucholsky, Anna Seghers, Erich Maria Remarque, Sigmund Freud, Karl Marx, Heinrich Mann, Erich Kästner und von vielen mehr wurden bei volksfestartigen Versammlungen am 10. Mai 1933 in vielen Städten verbrannt. Darauf folgten Bücherverbrennungen an weiteren Orten. Die Aktion ging von der Deutschen Studentenschaft aus, wurde aber natürlich von den neuen Machthabern unterstützt und gedeckt.
Das Land der Dichter und Denker verbrennt seine Kinder.
"Dort wo man Bücher verbrennt,
verbrennt man auch am Ende Menschen."
- Heinrich Heine, Almansor, Vers 243f
Das Zitat von Heinrich Heine hat in den nächsten zwölf Jahren eine grausame Bestätigung gefunden.

