Leipzig Reloaded

Dieses Jahr gab es das volle Programm: Vier Tage Buchmesse Leipzig. Diesmal waren Anfahrt und Abreise allerdings weniger anstrengend, da kein plötzlicher Wintereinbruch die Fahrt erschwerte. Vor dem Wochenende sind die Hallen noch vergleichsweise leer, was gerne für Treffen genutzt wird. So haben auch wir Autoren, Illustratoren, Lektoren und sonstige Verlagsmitarbeiter getroffen, und in verschiedenen Besetzungen geplaudert. Dazu kommen viele Leser, denn die Hemmschwelle beim Kontakt liegt wohl auch etwas niedriger als in Frankfurt.

Dabei ist Leipzig allerdings weitaus weniger Geschäftsmesse als Frankfurt. Viele Lektoren sind gar nicht vor Ort, und es gibt nur selten rein geschäftliche Termine, wie sie in Frankfurt Usus sind. Stattdessen dreht sich alles um den Leser. Dementsprechend hatte ich drei Signierstunden und zwei Lesungen, und auch die anderen Autoren hatten in dieser Hinsicht volle Terminpläne. So gab es immer etwas zu tun, entweder selbst mit Lesern sprechen, signieren oder Lesen, oder bei den entsprechenden Terminen der anderen zuschauen und –hören. Jetzt alle Namen aufzählen zu wollen, wäre müßig; gefühlt waren alle hiesigen Phantastikautoren anwesend. So fand sich immer wieder eine lustige Runde zum Tratschen. Ja, Autoren haben häufig ein hohes Mitteilungsbedürfnis, die Branche ist nicht riesig, und so wird gerne viel geredet ... ;-)

Die Abende waren ebenfalls mit Veranstaltungen ausgefüllt. Diesmal habe ich leider keine der Lesungen in der Stadt besucht, weil immer etwas anders anstand. „Leipzig liest“ ist gewaltig, und für jeden Geschmack sollte es etwas geben. Freitags lasen Bernhard Hennen und ich in der Stadt. Es war die eigentliche Premiere von „Sturmwelten“, da ich vorher nur einmal aus den Korrekturfahnen gelesen hatte. Die Lesung war sehr schön, danach entwickelte sich noch eine interessante Fragerunde, und dann ging es schon weiter zur nächsten Party in der Moritzbastei.

Die Fantasy-Leseinsel hat sich übrigens zu einem heimlichen Treffpunkt entwickelt, da dort wirklich jeder einmal vorbei kommt; entweder um selbst zu lesen, oder aber um andere Autoren zu erleben.

Alles in allem war die Messe mal wieder sehr schön und sehr anstrengend. Man ist durchgehend auf Abruf, trifft unablässig Leser, Freunde, Bekannte und Geschäftspartner und hat nur wenig Möglichkeiten, sich auszuruhen. Aber missen möchte ich es auf keinen Fall.

Bilder wird es demnächst geben.

Trackbacks

  1. Leipzig Remastered pt.1

    Da ich ja mit meiner Agentur reise, gibt es in Leipzig fast das gesamte Programm. So war ich auch dieses Jahr von Donnerstag bis Sonntag auf der Messe, lediglich den Mittwoch schenkten wir uns. In Frankfurt komme ich nur an Tagen, an denen ich auch tatsäc

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