Der Krieg der Trolle pt.1

Freitag, 27. April 2012

Die neue Vorschau von Heyne ist frisch erschienen, und darin ist "Der Krieg der Trolle".

Und so liest sich der Vorschautext: Im Land zwischen den Bergen ist die Zeit des Friedens vorbei. Krieg liegt in der Luft, und dann taucht auch noch ein tödlich verwundeter Zwerg im südlichen Hochland von Wlachkis auf – Ereignisse, die wie ein dunkler Schatten auf dem Land liegen. Doch die eigentliche Gefahr nähert sich aus dem Dunkel in den Tiefen der Berge: blutrünstige Wesen, die Jagd auf Trolle machen und neue Zwietracht zwischen den Stämmen säen. Der Feind, der nun erwacht ist, bedroht alles Leben unter und über der Erde. Werden Trolle und Menschen sich zur letzten großen Schlacht vereinen können?

Der Roman ist für Dezember 2012 angekündigt, wird also im November erhältlich sein.

Urheberrecht pt.1

Sonntag, 15. April 2012

Wer sich derzeit zum Thema Urheberrecht äußert, muss schon ziemlich einen an der Waffel haben. Die Atmosphäre ist vergiftet, und es wird so viel Bullshit - von beiden Extrempositionen wohlgemerkt! - abgesondert, dass man eigentlich eine Hazmat Suit braucht, um sich einen Weg durch die Schützengräben der Meinungsvielfalt zu bahnen. Ach ja, feuerfest sollte der Schutzanzug auch gleich sein, weil man auf jeden Fall geflamt wird, egal was man sagt, und wahlweise ein überholte Privilegien reitender Dinosaurier oder ein langfingriger Internet-Nerd ist; vertritt man nicht eine Extremposition, sondern irgendwas dazwischen, also mehr rational als emotional, kann man sogar beides gleichzeitig sein!

Warum also doch was dazu schreiben? Zum einen, und das ist sicherlich der wichtigste Grund, kann man das Feld ja nicht nur denen überlassen, die am lautesten schreien. Prinzipiell sind das ja fast immer diejenigen, auf die man am wenigsten hören sollte (das ist zumindest eine Strategie, mit der man im Regelfall ganz gut fährt). Zum anderen wird die Debatte in weiten Teilen von Menschen geführt, die sich für alles mögliche interessieren, aber nicht für eines: Urheber. (Fairerweise muss ich anmerken: Zum Glück gibt es auch andere Stimmen.)

Persönlich stehe ich irgendwo dazwischen. Ich lebe rein vom Bücherschreiben, bin mit Computern aufgewachsen und habe mich schon in den Vorläufern des Internets getummelt, als man noch Telefonhörer und Akkustikkopler benötigte. Ich werde also gleichzeitig von der fiesen Contentmafia ausgebeutet, ohne die ich aber auch einen weitaus langweiligeren Job hätte; ich muss damit leben, dass man meine Bücher in verschiedener Form umsonst ziehen kann, kann mich darüber aber auch nicht so richtig aufregen. Ich finde die Ebook-Politik der meisten Verlage ziemlich dämlich, engagiere mich bei Crowdfunding, habe schon Autoren von Freeware Geld geschickt als man dafür noch Briefmarken in Umschläge legen musste, habe einige meiner Texte kostenlos auf meine Seite gepackt, bin gespannt auf die neuen Möglichkeiten unseres digitalen Zeitalters und finde es dennoch richtig, dass ich für das, was ich leiste, auch alle paar Monate bezahlt werde (Disclaimer: solange es Menschen gibt, die meine Text gerne lesen). Immerhin besitzen wir zwei Kater, deren Futter irgendwo her kommen muss - denkt denn niemand an die süßen Katzen?

Das Thema Urheberrecht ist ziemlich komplex, so alles in allem, und es wurde schon viel dazu gesagt. Ich werde in nächster Zeit in loser Form meine Gedanken dazu aufschreiben. Man möge mir bitte schon im Voraus das Mäandern verzeihen; ein so weites Feld zu beackern führt bei meiner Arbeitsweise zwangsläufig zu Abschweifungen.

Mit der ersten Abschweifung fangen wir gleich an: digitale Erreichbarkeit. Verdammt noch mal, wir leben im 21. Jahrhundert, uns wurden fliegende Autos und Raketenrucksäcke versprochen, aber ich kann mir nicht einmal simpel und einfach aktuelle TV-Serien aus dem Ausland auf eines meiner vielen abspielfähigen Devices streamen. Warum sind Medienkonzerne oft so beweglich und grazil wie Öltanker? Da liegt Geld auf der Straße, aber niemand bückt sich, um es aufzuheben. Ermöglicht mir doch bitte, euch Geld für eure Werke zu geben. Und gebt mir diese Werke jetzt. Ich kann mir Streams der Webcam der ISS ansehen, aber legal keine Serie, die aktuell im US-Fernsehen läuft?

In eine ähnliche Kategorie fällt auch das Ebook hierzulande. In diesem Augenblick kostet das Ebook zu "Die Trolle" mehr als die gerade erschienene Taschenbuchausgabe. Mir wurde versichert, dass sich das bald ändern wird, aber das sagt mir als Leser doch nur eins: Ebook-Preise sind nicht marktwirtschaftlich kalkuliert, sondern in Relation zu einer für sie vollkommen unerheblichen Größe, nämlich dem Preis der physischen Ausgabe. Was nebenbei zu Preisen führt, bei denen ich mir selbst als Autor die Frage stelle, ob ich mir meine eigenen Ebooks kaufe (Antwort: eins, zum Ausprobieren). Nach grob geschätzt einer Million Gesprächen und Diskussionen zum Thema mit Kollegen und Leuten aus der Branche scheint mir das eine unter Buchmenschen weit verbreitete Meinung zu sein. Bleibt natürlich die Frage: warum ändert das niemand? Antwort: Öltanker.

Liebe Verwerter, verwertet doch bitte. Zeitnah, mit einfachem Zugriff, zu vernünftigen Preisen. Das kann doch nicht so schwer sein?

P.S.: ACTA ist übel. Das sieht jeder vernünftige Mensch auf einen Blick.

tl;dr:

Urheberrechtsdebatte
saugt gewaltig dank Brüllaffen
Eine Grille zirpt

(Nein, ich bin kein guter Haiku-Dichter; aber Lyrik ist ja der neue Rant.)

Frisch aus der Druckerei: das Trolle-Taschenbuch

Donnerstag, 12. April 2012

Wie die Überschrift schon mitteilt, gerade kamen meine Belegexemplare von der Taschenbuch-Ausgabe von "Die Trolle". Knapp 780 Seiten, Preis €9,99. Fun Fact: derzeit kostet die Kindle-Ausgabe mehr als die Taschenbuch-Ausgabe ... dazu sage ich später noch mehr.

Heyne hat dem Buch nicht nur ein neues Cover sondern auch einen neuen Klappentext spendiert:

Dies ist die Geschichte der furchterregendsten und stärksten Geschöpfe der Fantasy - und zugleich das größte Abenteuer aller Zeiten. Denn während Menschen und Elfen sich noch in Sicherheit wiegen, dämmert finsteres Unheil herauf, und allein die Trolle in den Tiefen der Erde erkennen die Gefahr. Können der Troll Druan und seine Kumpanen das Schicksal der Welt noch wenden?

Dazu gibt es in jedem Taschenbuch noch eine neue Kurzgeschichte, in denen der Fokus auf den Zeiten zwischen den Bänden liegt.

EDIT: Und wer erst einmal in den Roman reinlesen möchte, kann das hier tun. Knapp 50 Seiten Leseprobe, entweder direkt im Netz oder als PDF.