Gepackte Koffer

Dienstag, 25. Dezember 2007

Und oben auf der Christbaumspitze flüstert der Engel leise "Frieden".

Weihnachten ist so gut wie vorbei; zumindest wird der Rest im Flugzeug verbracht. Jetzt freue ich mich auf ein wenig Sonne und Entspannung.

Jahresende

Montag, 24. Dezember 2007

Dies wird vermutlich der letzte Eintrag dieses Jahr werden, da wir nach den Feiertagen nach Kairo fliegen und dort Sylvester feiern werden. Ich wünsche allen Lesern ein besinnliches Weihnachtsfest und ein erfolgreiches Jahr 2008.

Und hier gibt es noch einen Filmbeitrag, den ich angehende Autoren ansehen sollten. Passt schlecht zu Weihnachten, ist dennoch wichtig.

Eine nicht besonders weihnachtliche Geschichte

Sonntag, 16. Dezember 2007

Wie man aus Stroh Gold spinnt, kann ich nicht sagen, obwohl es angeblich Experten dafür geben soll, aber in letzter Zeit gab es wieder einmal eine interessante Masche, um aus Träumen Geld zu machen.

Dass sich rund um hoffnungsvolle Autoren eine ganze Industrie gebildet hat, die an diesen Autoren verdient, ist ja bereits sattsam bekannt. Da wir im Informationszeitalter leben, lassen sich heutzutage allerorten Warnungen, Hinweise und Ratschläge finden, wie man die Fußangeln auf dem harten Weg der Autorin entdeckt und unschädlich macht. Doch das führt anscheinend eher zu einer Art Wettrüsten.

Vor nicht allzu langer Zeit bekamen Autoren optimistisch stimmende Briefe. Eine Agentur, nicht einfach nur renommiert, sondern gleich weltweit agierend, hatte sie im Internet entdeckt, und könne sich eine Zusammenarbeit vorstellen. Die Webpage dieser Agentur, bei der es sich angeblich um eine Filiale einer nordeuropäischen Agentur handelte, wirkte halbwegs seriös, wies warnend auf DKZ-Verlage hin und betonte, nur die branchenüblichen 15% Provision zu verlangen und an zahlende Verlage zu vermitteln. Ein genauerer Blick hätte vielleicht stutzig gemacht – mich hat er es -, denn es wurden Versprechungen von internationalen Vertretungen und Filmrechten gemacht, die man sonst eher nicht auf den Seiten von Agenturen findet. Klappern gehört zum Handwerk, sicherlich, aber so laut? Zudem wirkte die Kundenliste seltsam. Aber was sind solche Bedenken im Angesicht des Interesses einer Agentur? Was all die Unkenrufe wert, wenn man doch endlich entdeckt wurde?

Das weitere Vorgehen war stets gleich: es wurde ein Vertrag unterschrieben, der im Großen und Ganzen fair war. Es wurde nach angemessener Wartezeit ein Verlag gefunden – Für jede Autorin immer wieder derselbe Verlag natürlich. Dieser wollte das Manuskript verlegen, allerdings nicht ohne ein vorheriges Lektorat, das die Autorin selbst erbringen sollte. Die freundliche Agentur verwies dann auf einen Lektoratsservice im Ausland, dessen Dienste einen fünfstelligen Betrag (übrigens lagen die Preise wohl unabhängig von der Seitenzahl; ich habe ein Angebot gesehen, das für 150 Seiten diesen Betrag anschlug, ebenso wie eines, das für 350 Seiten den gleichen Betrag veranschlagte) kosten sollten. Ein Schnäppchen, nicht wahr?

Das Ganze war einerseits sicherlich umfassend aufgebaut, andererseits aber mit einem Minimum an Recherche zu durchschauen: der Agent war vorher Geschäftsführer eines inzwischen insolventen DKZ-Verlags. Zudem war er als Besitzer des Lektoratsservices eingetragen. Der Verlag war in den Händen von Personen, die auch schon zu Zeiten des DKZ-Verlags mit dem Agenten zusammengearbeitet hatten. Die angebliche Mutterfirma der Agentur konnte im Netz nicht gefunden werden. Stattdessen gab es überall Pressemitteilungen, lieblos als Artikel getarnt, die in offene Portale eingestellt wurden. Ein wenig Tünche, mehr nicht.

Das Ganze schlug einige Wellen. Interessierte Leute berichteten darüber, es gab Diskussionen auf Foren, der Agent wehrte sich mit Abmahndrohungen, ließ Webpages zensieren, mischte sich in Diskussionen ein. Aber es half wohl alles nichts, denn inzwischen ist die Webpage der Agentur nicht mehr zu erreichen, und größere Medien interessieren sich für den Fall.

Was mich beschäftigt: hat jemand wirklich bezahlt? Mehr als 10.000 € für ein Lektorat? Glaubt jemand, seine Träume kaufen zu können? Macht Hoffnung, ebenso wie Liebe, blind?

Der Zorn der Trolle

Freitag, 14. Dezember 2007

Wieder einmal war Amazon, beziehungsweise Random House, schneller als ich. So wird es jedenfalls aussehen und heißen:



Angekündigt ist es für September 2008. Hier der Link zu Amazon.

Phantastik pt.5

Mittwoch, 12. Dezember 2007

Zwei Neuerscheinungen, auf die hinzuweisen mir eine Freude ist:

Einmal ist nach langer Wartezeit endlich "Die Orks - Blutrache" von Stan Nicholls erschienen. Jetzt können die Fans jetzt wohl endlich aufatmen. Nachtrag: Das Buch ist auf Platz 44 der Harenberg Bestsellerliste eingestiegen. Herzlichen Glückwunsch!

Und von Sabine Wassermann gibt es nun "Das Gläserne Tor". Der eine oder andere kennt die Autorin vielleicht aus dem historischen Bereich, mit Titeln wie "Die Teufelsmalerin" oder ihren Ägypten-Romanen.

Wie immer nehme ich in den Kommentaren gerne weitere Hinweise auf Neuerscheinungen an.