Lesung Berlin

Freitag, 31. August 2007

Für unsere Lesung in Berlin ist jetzt der Flyer fertig:



Hier noch kurz die Daten: Lesung gemeinsam mit Thomas Finn, Markolf Hoffmann und Boris Koch im "Mehrzweckpalast A17" in der Admiralstr. 17 in Berlin am 20.09.2007, Einlass 19:30, Beginn 20 Uhr Der Eintritt beträgt € 3.

Кристоф Хардебуш

Mittwoch, 22. August 2007

Die erste Auslandslizenz für "Die Schlacht der Trolle" ist da: Das Buch wird wohl zuerst in Russland erscheinen. Mehr Informationen in Bälde.

Und wer sich wundert: die Überschrift ist einfach "Christoph Hardebusch" in kyrillisch.

Bonusmaterial pt.2

Dienstag, 21. August 2007

Nach einer Lesung habe ich für Freizeitheld.de meine Kurzgeschichte "Flucht" eingelesen. Jetzt gibt es die Audiodaten als - selbstverständlich kostenfreien - Download (ca. 8MB).

Meiner Meinung nach wirkt die Geschichte vorgelesen einfach besser, auch wenn ich natürlich kein professioneller Sprecher bin.

Recherche pt.4

Montag, 20. August 2007

Es gibt so einige Möglichkeiten der Recherche. Hier habe ich einmal eine Handvoll aufgezählt.

Das Internet – Risiko Unsicherheit

Auf den ersten Blick bietet das Internet eine ungeahnte Vielzahl an Möglichkeiten für Recherche. Jeder kennt Wikipedia. Aber auf den zweiten Blick sieht man aber manchmal, dass Wissen dort unvollständig oder schlicht falsch ist. Für tiefer gehende Recherche benötigt man häufig mehr. Dennoch kann das Internet ein guter Ausgangspunkt sein, denn dort findet man schnell Gleichgesinnte oder andere Sucher, mit denen man sich austauschen kann. Foren mit Experten – manchmal selbsternannt – können der Recherche den richtigen Weg aufzeigen.

Literatur – Problem Vorwissen

Gerade im akademischen Bereich gibt es jede Menge Literatur, von denen man als Normalsterblicher nie etwas hört. Es kann sehr mühselig sein, die richtigen Sach- und Fachbücher zu finden. Inzwischen gibt es auch im Internet die Möglichkeit, nicht nur aktuelle, sondern auch ältere Werke zu finden und zu erstehen. Museumsläden bieten häufig auch eine gute Auswahl aktueller Werke zu sachbezogenen Themen.
Dazu gibt es immer mal wieder belletristische Werke, die man lesen kann und sollte; entweder, weil sie von Experten geschrieben wurde, oder weil sie einfach fundiert recherchiert sind.
Sehr hilfreich sind natürlich auch Literaturlisten, die man in entsprechenden Werken findet.

Museen – Anschauen, aber nicht Anfassen

In Museen kann man Geschichte weitaus intensiver erleben, als aus einem Buch. Aber nicht nur Geschichte, sondern auch Biologie, Lebensformen, Kunst, Kultur und vieles mehr. Selbst wenn die Exponate nicht direkt in den Text einfließen, so können sie doch großartige Inspirationsquellen sein. Zudem gibt es in Museen fast immer Literatur zum Thema zu erwerben.

Fachleute – Thema Schüchternheit

Auch Experten sind nur Menschen. Häufig haben sie sich einem bestimmten Sachgebiet verschrieben und sind gar nicht so unwillig, ihr Wissen zu teilen. Allerdings sollte man bei Anfragen natürlich den Regeln der Höflichkeit folgen, und nicht eine Umsonst-Mentalität an den Tag legen. Eine Erwähnung in den Danksagungen ist schon einmal ein guter Anfang.

Selbst erleben – Diesmal mit Anfassen

Heutzutage gibt es durchaus einige Möglichkeiten, sich direkt mit Gebieten der Recherche zu befassen. Ein Beispiel wäre es, Schwertkampf zu lernen, um diesen in den eigenen Geschichten besser beschreiben zu können. Viele Museen haben inzwischen Ausstellungen, in denen man aktiv partizipieren kann – sei es, dass man mongolische Gewänder anlegt, oder in einen nachgebauten Grabhügel hinabsteigt. Zu vielen Themen kann man ganz hautnah recherchieren. Aber das ist auch häufig sehr aufwändig, und man muss abschätzen, ob das Ergebnis dem Aufwand gerecht wird.

Wer mehr Tipps hat, kann diese natürlich gerne in den Kommentaren weitergeben.

Trolllblut

Dienstag, 14. August 2007

Wie einige vielleicht schon bemerkt haben, ist der Erscheinungstermin von "Trollblut" nach hinten verschoben worden. Der Verlag sagt September, spätestens Oktober. Also muss man sich noch ein wenig gedulden, wenn man in Wlachkis Abenteuer erleben will.

Phantastik pt.2

Samstag, 11. August 2007

Hier wieder einige Neuigkeiten, die mir in den letzten Wochen aufgefallen sind.

Band 2 von Christoph Marzis Trilogie "Malfuria" mit dem Titel "Die Hüterin der Nebelsteine" ist erschienen.

Der erste Band der Trilogie "Land der Mythen" von Michael Peinkofer ist erschienen. Das Buch heißt "Unter dem Erlmond" und ist klassische High Fantasy.

Der vierte Zwergenband von Markus Heitz wird "Das Schicksal der Zwerge" heißen.

Von Markolf Hoffmann ist der Abschluss seiner Tetralogie "Das Zeitalter der Wandlung" erschienen. Der Roman "Splitternest" läutet das Ende des Zeitalters der Wandlung ein.

Mit "Im Land der Tajumeeren" legt Nina Blazon den zweiten Band der Geschichten um "Die Taverne am Rande der Welten" vor. Es handelt sich um lustige Fantasy für Jugendliche, die geschickt mit einigen Klischees spielt.

Selbst dieser kleine Überblick zeigt, dass Fantasy von deutschen Autoren weiterhin gut läuft.

Mal wieder übernehme ich keine Gewähr. Dies ist lediglich ein subjektiver Blick auf einen kleinen Teil der Phantastik.

Wer sonst noch erwähnenswerte Neuigkeiten oder Hinweise hat, kann diese wie immer in die Kommentare schreiben.

Autorenrealitäten

Sonntag, 5. August 2007

Manchmal hört man Leute sagen: Ich schreib auch mal ein Buch und werde damit reich. J.K. Rowling, Dan Brown, Stephen King & Co. machen es ja vor. Aber stimmt das? Ist das so einfach?

Ein kleiner Blick hinter die Kulisse schafft vielleicht Klarheit. Aber bitte Vorsicht: Möglicherweise werden ein paar Illusionen zerstört. Die Realität ist manchmal nämlich ganz schön bittere Kost.

Ein Debutant sitzt an seinem Text, schreibt und schreibt, zerbricht sich den Kopf und steckt jede Menge Herzblut, Nerven und Lebenszeit hinein. Dann schickt er das fertige Werk an einen Verlag. Ignorieren wir für den Augenblick die 99,99% der abgelehnten Manuskripte, sondern schauen mal auf den verschwindend geringen Anteil der in einem großen Publikumsverlag veröffentlichten Romane.

Der Verband Deutscher Schriftsteller in der ver.di hat mit den Vertretern einiger Verlage Vergütungsregeln für Autoren belletristischer Werke erarbeitet (zu finden im Normvertrag hier). Eine Art Mindestlohn für Autoren. Ignorieren wir die problematischen Regelungen zu Nebenrechten (ich beziehe mich auf das Abtreten auch noch unbekannter, zukünftiger Rechte), sondern werfen einen Blick auf die Zahlen der direkten Vergütung:

5% vom Nettoladenverkaufspreis bei Taschenbüchern und 10% bei Hardcover-Ausgaben.

Man bekommt normalerweise einen Vorschuss, der einerseits nicht zurückzuzahlen ist, andererseits mit den Tantiemen verrechnet wird. Man kann davon ausgehen, dass der Verlag einen Vorschuss zahlt von dem er annimmt, dass er durch Verkäufe wieder erzielt wird, weswegen wir das auch ignorieren, ebenso wie die Nebenrechte, die zunächst uninteressant sind, da es mir hier vor allem auf einige grundlegende Faktoren ankommt.

Der Nettoladenverkaufspreis ist der endgültige Preis abzüglich 7% Mehrwertsteuer. Ein kurzer Blick auf die jeweiligen Bestsellerlisten des Buchreports lässt mich durchschnittliche Ladenpreise von Taschenbüchern mal bei 8,95€ festlegen, bei Hardcovern nehmen wir großzügig 19,95€. Jeder kann sich jetzt ausrechnen, wie viel ein Autor für ein einzelnes, verkauftes Buch erhält, nämlich circa 0,42€ für ein Taschenbuch und in etwa 1,86€ für ein Hardcover. Trades, oder Quality Paperbacks, wie zum Beispiel die Troll-Bücher es sind, liegen sowohl vom Preis als auch von den Prozenten irgendwo in der Mitte.

Auflagen sind kaum abzuschätzen, da kommt es extrem auf Genre, Bekanntheitsgrad des Autors, Größe des Verlags, Vormerker des Buchhandels und vielerlei Dinge mehr an. Einen Newcomer kann man aber getrost im vierstelligen Bereich ansiedeln. Für nicht gerade wenige Autoren sind Auflagen im fünfstelligen Bereich eher ein Traum. Nehmen wir als Beispiel einmal 5.000 Exemplare, die auch verkauft werden. Ein Taschenbuch-Autor würde Honorare in Höhe von 2.100€ erhalten, ein Hardcover-Autor sage und schreibe 9.300€. Das ist natürlich reines Brutto, vor Abzug aller Steuern, Krankenkassenbeitrage, Unkosten und so weiter.

Reichtum? Villen in St. Tropez? Jetset? Eher nicht. Wenn man Leistung und Vergütung aufrechnet, sieht das ganz anders aus.

Natürlich sind das nur Beispiele. Eine Autorin, die gut im Geschäft ist, vielleicht treue Leser hat, mag höhere Auflagen und bessere Prozente bekommen. Wenn man erst einmal einen Fuß in der Tür hat, gewisse Erfolge nachweisen kann und eventuell in den Verlagen bekannter ist, lässt sich an diesen Zahlen natürlich drehen. Und es gibt die Ausreißer, die Multimillionäre, die weltweit gefeierten Autoren; nach oben sind kaum Grenzen gesetzt. Aber es gibt einen Grund, warum die Mitglieder der Künstlersozialkasse im Schnitt ein geradezu jämmerlich (oder erschreckend?) niedriges Jahreseinkommen haben. Auf den internationalen und/oder monetären Durchbruch zu vertrauen, ist wie Lottospielen. Selbst das simple „vom Schreiben leben können“ ist, je nach eigenem Anspruch, unwahrscheinlich, wie man an den Zahlen leicht sehen kann. Nicht umsonst haben manche auch schon etablierte Autoren noch einen „Brotberuf“, oder sind auf andere Art und Weise abgesichert. Natürlich gibt es hauptberufliche Autoren, sozusagen den schriftstellerischen Mittelstand. Doch der Weg dorthin ist häufig steinig und mühselig.

Dieser Text ist keineswegs zur Abschreckung gedacht, sondern soll lediglich ein paar Zusammenhänge erklären.

Demnächst schreibe ich ein paar Zeilen zum Thema, warum man ohne Verlag kaum auskommen kann, auch wenn die Aufteilung zunächst wenig fair erscheint.

Audio-Mitschnitte

Mittwoch, 1. August 2007

Der Freizeitheld hat meine Lesung aus "Die Schlacht der Trolle" auf dem FeenCon in Bonn/Bad Godesberg mitgeschnitten und nun online gestellt. Zudem hat das Team sich die Mühe gemacht, den schon etwas älteren Mitschnitt zu "Die Trolle" technisch neu zu polieren.

"Die Schlacht der Trolle": Teil 1 & Teil 2.

"Die Trolle": Teil 1 & Teil 2.

Die Dateien bewegen sich um circa 20MB Größe. Man kann sie runterladen oder auch als Stream anhören. An dieser Stelle auch noch einmal vielen Dank an die Leute vom Freizeitheld!

Salut

Mittwoch, 1. August 2007

Die Woche in Südfrankreich war sehr erholsam. Wir haben Familie besucht, die in den Gorges du Tarn gezeltet hat. Die Landschaft dort ist außerordentlich beeindruckend, und man findet jede Menge Kulturzeugnisse vergangener Zeiten. So kann man neben Kajaking, Wandern und Klettern auch einige mittelalterliche Städtchen besuchen. Zum Glück war das Wetter traumhaft, so dass wir all diese Angebote nutzen konnten. So geht es jetzt mit diesen frischen Impressionen im Geist zurück ans Werk.

Ein Jahr

Mittwoch, 1. August 2007

Wie schnell die Zeit vergeht: Dieses Journal besteht jetzt bereits ein Jahr. Mein Ziel war es, mindestens einen Eintrag pro Woche zu schreiben, einerseits um eine Kontinuität zu gewährleisten, andererseits um auch regelmäßig über die Neuigkeiten und Entwicklungen zu berichten. Die Statistik sagt, dass ich pro Woche 2,44 Einträge geschrieben habe; das rein technische Ziel ist damit wohl erfüllt. Bleibt die Hoffnung, dass die Einträge auch gehaltvoll und interessant waren.

Vielen Dank an alle Leser, Kommentatoren, Diskutanten, Einmal-Reinschnupperer und Vorbei-Geher!