Trolle auf Video

Donnerstag, 7. Juni 2007

Hier gibt es einen Video-Mitschnitt meiner Lesung vom Nordcon. Vielen Dank an Olga für das Filmen und Hochladen!

Ich habe den Vorhang gar nicht bemerkt, aber auf den Photos und im Video sieht er recht psychedelisch aus.

Trollblut

Donnerstag, 7. Juni 2007

Das Abenteuer-Spielbuch ist jetzt bei Amazon gelistet, wie man hier sehen kann.

Das Cover gibt es demnächst an dieser Stelle.

Nordcon 2007

Dienstag, 5. Juni 2007

Dieses Jahr konnte ich den Nordcon leider nur am Samstag besuchen, da sich an diesem Wochenende auch noch mehrere familiäre Feiern befanden. Dadurch war der Conbesuch natürlich ein wenig hektisch, aber dennoch sehr unterhaltsam.

Meiner Einschätzung nach waren wieder viele Besucher auf dem Con. Ich kann nicht sagen, ob es mehr oder weniger als letztes Jahr waren, aber es kam mir gut gefüllt vor. Der Himmel war zwar durchgehend grau bewölkt, aber es blieb trocken, was natürlich für die LARPer sehr schick war.

Der Workshop, den ich mit Heide Solveig Göttner und Tom Finn gehalten habe, lief meines Erachtens nach sehr gut. Wir hatten lose Themen verteilt, über die wir abwechselnd referierten. Ich werde das hier im Journal noch aufarbeiten. Da es aber ein Workshop und kein Vortrag sein sollte, haben wir das Publikum mit einbezogen, Fragen gestellt, Fragen beantwortet und versucht, etwaigen Wissensdurst zu stillen. Ich hatte gefühlte 2 Tonnen an Recherchematerial zur Anschauung mitgebracht, weil ich eigentlich einen kurzen Ausflug von der Theorie in meine aktuelle Praxis machen wollte, aber dazu bin ich nicht mehr gekommen, weil die Zeit sprichwörtlich wie im Flug verging. Das Feedback am Ende der Veranstaltung war jedenfalls durch die Bank positiv.

Danach habe ich mich auf dem Congelände umgesehen, Schwätzchen gehalten und an den Verkaufsständen gestöbert, bis meine Lesung begann. Dieses Jahr war sie nicht so gut besucht wie 2006, aber dank des netten Publikums war sie sehr gut.

Getroffen habe ich neben Boris Koch (mit dem ich ein sehr ernstes Wort über Humor geredet habe ... ;-) ), Karl-Heinz Witzko, Lena Falkenhagen natürlich Tom Finn und Heide Solveig Göttner, sowie 2/3 von Erdenstern, die demnächst „Into the Dark“ veröffentlichen. Dazu viele Autoren aus dem Rollenspielbereich, Illustratoren, LARPer, Rollenspieler, Fans, Leser, Cosplayer und alle anderen, die aus dem Nordcon jedes Jahr ein Vergnügen machen.

Noch eine kurze Neuigkeit vom Con, die alle Zwergen-Fans interessieren dürfte: Im Frühjahr 2008 wird es den vierten Band der Zwergen-Serie aus der Feder von Markus Heitz geben.

Zu irgendwelchen After-Con-Partys konnte ich nicht mehr gehen, da das Sauerland verlockend rief. Der Con war für mich sehr fein und hat sich auf jeden Fall gelohnt. Vielen Dank an die ganze Orga-Crew und vor allem an Jan Thimm, dessen unermüdlicher Einsatz und Organisationstalent gar nicht genug gelobt werden kann.

Nachtrag: Hier findet man einen weiteren Bericht vom Nordcon und auch meiner Lesung mit Bildern. mir war gar nicht bewusst, dass ich vor diesem hübschen, gelben Vorhang gelesen habe ...

Recherche pt.2

Freitag, 1. Juni 2007

Ich poste jetzt einmal als eine Art "Teaser" die Einleitung, die ich für meinen Part des Workshops geschrieben habe. Nach dem Nordcon schreibe ich noch einen Bericht über den Workshop.

Fantasy & Recherche – ein Widerspruch?

These: Immer wieder hört man, dass man für Fantasy nicht recherchieren muss; dass Fantasy nur von der Phantasie begrenzt wird und man alles machen kann. Interessant ist die Beobachtung, dass diese Meinung vor allem von Personen kommt, die entweder mit Fantasy gar nichts zu tun haben (dann ist diese Meinung häufig abwertend gemeint), oder selbst im Genre schreiben, dabei aber unveröffentlicht sind. Koinzidenz? Ich denke nicht.

Wer sich ernsthaft mit der Materie beschäftigt, wird schon bald merken, dass der Rechercheaufwand für Fantasy keineswegs geringer ist, als für andere Genres. Vielleicht sogar eher das Gegenteil, denn man verlässt die bekannten Pfade komplett und muss im Normalfall eine ganze Welt ausarbeiten. Eine Welt, die nur dann sinnig und stimmig ist, wenn die einzelnen Teile sich zu einem Ganzen zusammenfügen, das manchmal ebenso widersprüchlich wie unsere Welt sein kann, aber doch, genau wie die unsere, in sich geschlossen ist. Und alle diese Teile muss man kennen, wenn man daraus ein Bild erstellen will, das den Leser überzeugen kann.

Im Prinzip erschafft jede Autorin eine eigene Welt, egal in welchem Genre sie schreibt, oder wie nah oder fern sie der uns bekannten Welt bleibt. Denn eine Geschichte ist immer nur ein Abbild der Wirklichkeit, gefiltert durch die Augen und den Geist der Autorin. Aber wer im Hier und Jetzt schreibt, kann sich wenigstens zum Teil auf seine eigenen Wahrnehmungen und Erfahrungen verlassen; jeder, der eine andere Zeit, oder gar eine andere Welt wählt, muss diese erforschen, recherchieren oder sogar erfinden.

Eine Welt ist ein höchst komplexes Ding, voller Wechselwirkungen und Abhängigkeiten, die, mal verborgen und mal offen, den inneren Zusammenhalt des Weltgefüges bilden.