Nachwirkungen

Samstag, 31. März 2007

Eine kurze Zwischenmeldung: Die Release-Party war sehr fein; allerdings ging es mir heute nicht allzu gut. Eine leichte Erkältung, denke ich, weswegen ich mir vom Computer frei genommen habe. Morgen gibt es an dieser Stelle dann einen Bericht über Lesung, Konzert und Party.

Trollische Release-Party

Freitag, 30. März 2007

Heute Abend findet die offizielle Release-Party zu „Die Schlacht der Trolle“ im Romanischen Keller (Seminarstraße 3/Ecke Kettengasse) in Heidelberg statt.

Einlass ist um 20 Uhr; so gegen 20:30 werde ich die Lesung beginnen. Danach wird die Band Amber für Musik sorgen.

Der Eintritt beträgt 7€ / ermäßigt 5€. Die Getränke sind frei.

Da ich heute Morgen mit einem Kratzen im Hals aufgewacht bin, muss ich wohl Stellen lesen, in denen die Figuren Reibeisenstimmen haben…

Leipziger Allerlei pt.2

Sonntag, 25. März 2007

Sowohl auf Neil Gaimans Blog, als auch auf der Molochronik gibt es mehr oder weniger ausführliche Berichte über die Lesung aus Anansi Boys in Leipzig.

Der Freitag begann früh, da ich rechtzeitig zur Lesung in der Halle sein wollte. Die Leseinsel wurde von den netten Leuten von Manticor Illustrations koordiniert, die sich wirklich sehr um einen guten und reibungslosen Ablauf bemühten. Ich fand es anstrengend, mitten in der Halle zu lesen; überall Bewegung, eine ständige Geräuschkulisse, eben viel Ablenkung. Ich habe mich dann sehr auf den Text konzentriert. Erst kurz vor Ende schaute ich wieder hoch und stellte fest, dass sich eine ganze Reihe vielleicht sechsjähriger Kinder auf den Sitzkissen eingefunden hatte, die wohl auf die nächste Lesung warteten. Ich steckte gerade mitten in der einzigen Actionszene, die ich ausgesucht hatte, komplett mit Blut, Tod und Schlacht. Ich habe dann improvisiert und die letzte Seite extrem gekürzt. Trotzdem schienen die Zuhörer geradezu fasziniert zu sein.

Den Rest des Tages habe ich wieder am Heyne-Manga-Stand oder auf Besichtigungstour verbracht. Ich habe eine ganze Reihe Kollegen, Leser und Bekannte getroffen, Schwätzchen gehalten, mir die Neuerscheinungen angesehen und mich generell prächtig amüsiert.

Meine Agentur Schmidt & Abrahams war natürlich auch auf der Messe; allerdings hatten die Beiden mehr weitaus Termine als ich und konnten die Messe somit weniger genießen.

Am Abend wollte ich mich an eine Gruppe dranhängen, um in die Stadt zu kommen; leider waren deren Fahrzeuge voll besetzt. Also wollte ich mir ein Taxi suchen, bin aber ohne groß nachzudenken auf der falschen Seite des Messegeländes hinausgegangen, nämlich zu den Parkplätzen. Deswegen musste ich durch den Regen zur anderen Seite laufen, wo ich dann ein Taxi samt sehr gesprächigem Fahrer ergatterte. Er unterhielt mich mit Erklärungen über die Geographie von Leipzig, das Fahrverhalten anderer Taxifahrer und Spekulationen über das Wetter. Und das sehr lange, weil alle Zufahrtsstraßen, inklusive des Schleichwegs, den er gewählt hatte, proppevoll und verstopft waren.

Den Rest des Abends habe ich mit Freunden beim Essen verbracht. Nachdem ich am Donnerstag Kartoffelsuppe hatte, sind wir am Freitag in einem All-You-Can-Eat-Suppenrestaurant gelandet, wo ich wieder Kartoffelsuppe bekam. Vielleicht mache ich daraus eine Tradition und esse ab jetzt in Leipzig nur Kartoffelsuppe.

Das Schneegestöber hatte anderen übrigens weitaus schlimmer als uns mitgespielt: einige haben die ganze Nacht auf der Autobahn verbracht, weil sie insgesamt zwölf Stunden im Stau standen.

Der Abend war sehr vergnüglich, aber ich war früh müde und bin noch vor Zwölf wieder in Richtung Hotel geschlichen.

Weil ich zwei Lesungstermine hatte, und Heide Göttner bislang keinen, habe ich ihr meinen Platz am Samstagmorgen abgetreten. Der Besucherandrang am Samstag war sehr viel größer als an den vorangegangenen Tagen, und so hatte sie ein großes Publikum, obwohl es keine Zeit mehr gab, die Änderung anzukündigen. Anschließend haben noch Thomas Finn und Boris Koch gelesen. Um diese Zeit herum habe ich auch einige Mitglieder des Montségur Autorenforums getroffen, die ebenfalls die Bücherluft in Leipzig schnuppern wollten.

Ganz kurz habe ich Arndt Drechsler getroffen, von dem ich vor kurzem den Entwurf zum Cover des Spielbuchs erhalten habe. Ansonsten habe ich eine ganze Reihe alter und neuer Bekannter getroffen. Viele Leute aus der Fantasyszene waren da, von Fans bis hin zu den Größen.

Erst danach habe ich mich in das Getümmel der Cosplayer, Goths und sonstigen Bücher-Afficionados geworfen, um mich noch einmal durch die Halle 2 zu schlagen. Obwohl ich ja selbst LARP spiele, hat mir doch so manch ein Anblick ein Lächeln entlockt. So viele Clouds sieht man selten auf einem Fleck.

Es heißt ja immer, dass Lesen eine aussterbende Kunst sei, und dass junge Menschen nicht mehr lesen. Mein subjektiver Eindruck dieser Messe ist allerdings ein anderer. Es gab sehr viele junge Menschen, die ganz offensichtlich von Büchern begeistert waren.

Dennoch haben wir uns am frühen Nachmittag verabschiedet, um wieder zurück nach Heidelberg zu fahren. Die Heimfahrt war erfreulich ereignislos.

Leipziger Allerlei pt.1

Samstag, 24. März 2007

Wie versprochen, hier der etwas ausführlichere Bericht. Die Anfahrt war eigentlich ganz OK, es gab zwar ein oder zwei kurze Staus, aber wir waren von Heidelberg aus in etwas über fünf Stunden in Leipzig. Wir sind zunächst ins Hotel, einchecken und frisch machen. In dieser kurzen Zeit hat sich der leichte Schneefall zu einem ausgewachsenen Schneechaos gesteigert. Der Weg zur Messe führte dann auch an einem halben Dutzend Fahrzeugen im Straßengraben vorbei. Wir hingegen gelangten sicher, wenn auch langsam ans Ziel.

Nach einer kurzen Orientierungsrunde haben wir uns bei den Organisatoren der Leseinsel gemeldet. Leider hat der Autor, der vor mir gelesen hat, seine Zeit extrem überzogen. Seine Verlagsbetreuerin war auch nach mehrmaliger Aufforderung nicht bereit, ihn darauf hinzuweisen. Blieben als einzige Lösungen akzeptieren oder auf die Bühne stürmen und das Mikro an mich reißen. Obwohl ein solcher Auftritt sicherlich etwas trollisches an sich gehabt hätte, habe ich mich doch dagegen entschieden… ;-)

Mir blieben nur zehn Minuten meiner Lesezeit; viel zu wenig, um das Buch vernünftig zu präsentieren. Also haben wir die Lesung auf Freitag am frühen Morgen verschoben, da ich nicht jetzt auch ohne Rücksicht auf Verluste der nächsten Autorin Jenny-Mai Nuyen ihre Lesungszeit stehlen wollte. Dazu haben wir noch den ersten Termin am Samstag für eine zweite Lesung festgemacht. Natürlich war allen bewusst, dass man in der kurzen Zeit die Lesung nicht vernünftig bekannt machen, geschweige denn allen Interessierten die Information zukommen lassen konnte.

Sehr enttäuschend fand ich, dass der Autor nicht nur egoistisch meine Lesung sabotiert hat, sondern danach nicht einmal ein Wort der Entschuldigung gefunden hat. Seine Betreuerin übrigens auch nicht. Ich muss sagen, dass ich das als eine wirklich schwache Leistung empfunden habe. Bislang war ich vom Umgang der Autoren untereinander weitaus besseres gewöhnt.

Den Rest des Tages war ich entweder auf der Messe unterwegs, oder am Heyne-Manga-Verkaufsstand, wo es auch „Die Trolle“ und „Die Schlacht der Trolle“ zu erwerben gab. Mit einigen Widmungen und Gesprächen mit Lesern verging der Tag recht angenehm.

Abends sind wir dann in einer kleinen Gruppe direkt von der Messe in die Stadt, um uns Neil Gaiman anzusehen. Draußen herrschte immer noch Schneetreiben, und so standen wir eine geschlagene Stunde im Stau, bis wir endlich in der Innenstadt geparkt hatten.

Aber es hat sich gelohnt. Die Lesung war hervorragend; Neil Gaiman ist sehr sympathisch und liest sehr gut. Danach hat er mit Eloquenz und Verve viele Fragen sehr ausführlich beantwortet. Die Lesung hat mich für den anstrengenden und etwas enttäuschenden Tag wieder voll entschädigt.

Morgen schreibe ich weiter über die nächsten Tage in Leipzig; über frühe Lesungen, zwölf Stunden Stau, geschwätzige Taxifahrer und Kartoffelsuppe.

Buchmesse Leipzig

Freitag, 23. März 2007

Eine kurze Zwischenmeldung direkt von der Buchmesse. Links werden später eingefügt.

Nachdem der Autor vor mir seine Lesung um 20 Minuten überzogen hat, haben wir meine Lesung auf heute morgen verlegt. Dazu werde ich morgen, am Samstag, noch einmal um 10:30 in der Fantasy-Lese-Insel in Halle 2 lesen. Nach mir kommen Thomas Finn und Boris Koch.

Gestern haben wir die Lesung von Neil Gaiman besucht. Er liest gut und ist ein ausgezeichneter Unterhalter. Eine großartige, vergnügliche Lesung; kann ich nur empfehlen.

Ansonsten war gestern Schnee-Chaos in Leipzig. Inklusive einem halben Dutzend Autos im Straßengraben und Sichtweiten von 20 Metern. Dementsprechend anstrengend war die Anreise und der Weg von der Messe zum Hotel

Mehr gibt es in den nächsten Tagen, wenn ich wieder am eigenen Rechner sitze.

Release-Party

Montag, 19. März 2007

Ein kurzer Hinweis: anders als im meier angegeben, findet die Release-Party am 30.3. und nicht am 31.3. statt. Zudem wird die Band Amber für musikalische Unterstützung sorgen.

Näheres zu der Party wird es zu gegebener Zeit an dieser Stelle geben.