Absage

Freitag, 23. Februar 2007

Ich musste gerade die Lesung heute Abend in Merzig absagen. Leider hat mich nach Madrid eine fiese Grippe erwischt. Komplett mit Husten, Schnupfen und 39°C Fieber. Ich hatte zunĂ€chst gehofft, dass es nur eine kurze ErkĂ€ltung werden wĂŒrde, aber es scheint sich um das volle Programm zu handeln.

Deswegen kann ich leider nicht lesen, obwohl ich mich sehr auf die Lesung mit Christoph gefreut hatte.

Lesung in Merzig

Dienstag, 20. Februar 2007

Ich möchte noch kurz darauf hinweisen, dass ich am Freitag, den 23.2. gemeinsam mit Christoph Marzi in der Buchhandlung Rote Zora in Merzig lesen werde. Veranstaltungsbeginn ist 20 Uhr, der Eintritt betrĂ€gt 5 €, ermĂ€ĂŸigt 3 €.

Reisebericht

Dienstag, 20. Februar 2007

Nachdem wir gestern etwas geschafft aus Madrid zurĂŒckgekehrt sind, fasse ich hier einmal kurz die Reise zusammen.

An- und Abreise funktionierten wunderbar; das zollfreie Reisen innerhalb der EU kann ja auch mal ganz praktisch sein. Unser Hotel lag in der Altstadt, direkt im „Literatenviertel“, in dem einige der literarischen GrĂ¶ĂŸen Spanien gelebt haben, wie zum Beispiel Francisco de Quevedo, dessen Erzfeind Luis de GĂłngora, Miguel de Cervantes und Lope de Vega. In einer der wenigen FußgĂ€ngerzonen der Stadt gab es dann auch Gedenktafeln und Zitate der Dichter zu bewundern; dazu aber auch eine ganze Reihe sehr schöner Kneipen und Clubs.

Wir haben zwei Museen besucht: das Museo del Prado und das Museo Naval. Beide waren auf ihre Weise sehr beeindruckend. Zudem haben wir die Altstadt erkundet, den Atocha-Bahnhof, den Retiro-Park, den Palacio Real und einige Kirchen angesehen und abends die NachtschwÀrmer-Szene unsicher gemacht.

Madrid ist auf jeden Fall eine Reise wert. Es bietet sehr viel Kultur, aber auch eine lebendige Stadt mit vielen interessanten und netten Menschen. Die Madrilenen stehen auch schon einmal nachts auf der Straße und tanzen zu improvisierter Musik. Der Nukleus der Altstadt lĂ€sst sich bequem per Pedes erkunden; vom Museo del Prado im Osten bis zum Palacio Real im Westen kann man problemlos laufen und die schöne Architektur genießen.

Spannend wird Madrid natĂŒrlich auch durch seine Geschichte, und die damit verbundene Geschichte des Spanischen Weltreichs. Überall findet man Zeugnisse des Siglo de Oro, des „Goldenen Zeitalters“.

Netterweise haben wir beim Spazierengehen eine Alatriste-DVD gesehen, die wir nach einem anstrengenden Tag im Hotel angesehen haben. FĂŒr Kenner der BĂŒcher durchaus empfehlenswert, fĂŒr andere vielleicht zu verwirrend, da der Film eher aus vielen kleinen Episoden besteht und eine große Anzahl Charaktere ohne viel EinfĂŒhrung dabei sind.

Es tat auf jeden Fall sehr gut, den Kopf mal wieder frei zu bekommen. Irgendwie lĂ€sst VerĂ€nderung immer die kreativen Ströme fließen. Jedenfalls sind einige Seiten Notizen mit Ideen und Szenenschnipseln entstanden.

Madrid

Donnerstag, 15. Februar 2007

Wir sind wohlbehalten angekommen. Netterweise hat das Hotel kostenloses W-LAN, weswegen ich schnell was posten kann. Die Stadt ist abends auf jeden Fall sehr schön; wir waren ein wenig bummeln. Morgen wollen wir in das Museo del Prado und die Umgebung der Calle del Prado ansehen. Unser Hotel liegt zum GlĂŒck nur fĂŒnf Fußminuten vom Museo entfernt.

Zwischenmeldung

Mittwoch, 14. Februar 2007

Der Grund fĂŒr die niedrige Frequenz an EintrĂ€gen: Wir haben die vorletzten Arbeiten am Abenteuerspielbuch fĂŒr Pegasus beendet. Das war mehr an Feinarbeit, als ich gedacht hĂ€tte, weswegen ich die letzten Tage sehr darin involviert war. Aber ich denke, das wird sich auszahlen; ich bin mit dem momentanen Ergebnis sehr zufrieden. Geholfen hat mir Casjen Klosterhuis, der bei Konzeption und Ideensammlung unerlĂ€sslich war, und auch einige Szenen zum Buch beigesteuert hat. Im Buch gibt es jetzt RĂ€tsel, Fallen, Feinde, Freunde und hoffentlich eine Menge Abenteuer; dazu auch Informationen ĂŒber die Trolle und ihre Welt.

FĂŒr die nĂ€chsten Tage melde ich mich auch ab: Meine Frau und ich fliegen bis Anfang nĂ€chster Woche nach Madrid, um dort ein wenig zu entspannen und uns die Stadt anzusehen. Ich war noch nie dort und freue mich sehr darauf. Ich werde versuchen, mich durch die Stadt ein wenig inspirieren zu lassen. Und vielleicht komme ich unterwegs dazu, einige Impressionen ins Journal zu schreiben; man lebt ja online...

Recherche pt.1

Dienstag, 6. Februar 2007

FĂŒr das neue Projekt habe ich eine grĂ¶ĂŸere Bestellung an Sach- und FachbĂŒchern sowie einigen belletristischen Titeln getĂ€tigt.

Aus diesem Anlass ein paar Worte zur Recherche. FĂŒr mich persönlich ist Recherche nicht nur wichtig fĂŒr das Buch, sondern auch eine Freude. Ich stĂŒrze mich gerne in neue Themengebiete, wobei mir gerade Historisches sehr liegt und meinen Interessen entgegen kommt.

Ich kenne die „Fantasy muss nicht recherchiert sein“ Fraktion, die sagt, dass man sich einfach alles ausdenken kann. Es ist auch ein hĂ€ufig von außen herangetragener Vorwurf. Vielleicht ist das bei einigen so. FĂŒr mich kann ich das allerdings ganz und gar nicht unterschreiben. Ich benötige Wissen, um die ZusammenhĂ€nge und Details schlĂŒssig und logisch zu entwickeln. Ich brauche ein Fundament, auf dem ich meine Ideen platzieren kann.

Wer eine ganze Kultur erschaffen will, sollte besser Ahnung davon haben, wie Kulturen entstehen, sich gegenseitig beeinflussen, sich verÀndern. Wer neue Wesenheiten im Kopf hat, sollte sich Gedanken machen, wie eine andere Physiognomie die Weltsicht und das Verhalten verÀndern kann. Oder warum das Aussehen sich so entwickelt hat, welchen Vorteil es bot (wenn es denn Evolution gab, oder wenn eine höhere Macht es so erschaffen hat).

Fantasy orientiert sich hĂ€ufig an realen Zeitepochen. Sehr beliebt ist das Mittelalter; hier und da auch die Antike. Wenn man also aus diesen Zeiten viele Dinge 1zu1 ĂŒbernimmt, sollte man etwas darĂŒber wissen, was man da eigentlich benutzt. Warum es so ist, wie es ist. Welche Geschichte es hat, welche Entwicklungen es durchlaufen hat. Welchen kulturellen Hintergrund es gibt, wie es in die Kultur eingebettet ist. Dabei kann es um einfache Dinge wie Kleidung gehen, aber ebenso um so komplexe Fragen wie Herrschaftsstrukturen oder ganze Lebensformen. Vieles ist miteinander verzahnt und vernetzt; herausgerissen aus seiner Umgebung ergibt manches nicht unbedingt einen Sinn.

Deshalb mein PlĂ€doyer fĂŒr grĂŒndliche Recherche. Auf der Basis von Wissen kann meine Phantasie erst richtig abheben; das Wissen ist sozusagen die Start- und Landebahn dafĂŒr.

Zum Thema Recherche werde ich mich wohl noch das eine oder andere Mal Ă€ußern, da sie mich in nĂ€chster Zeit neben den laufenden Projekten vorrangig umtreiben wird

Wegweiser

Samstag, 3. Februar 2007

Nachdem ich in den letzten Tagen die Korrekturfahnen fĂŒr „Die Schlacht der Trolle“ durchgearbeitet habe, was immer eine anstrengende Aufgabe ist, befinde ich mich nun wieder in den Tiefen des Abenteuerspielbuchs.

Aber ich habe auch ein paar Neuigkeiten. Zum Beispiel die neuen Karten fĂŒr das Buch. Meine Lektoren und ich haben uns entschieden, die Karte von Teremi durch eine Karte der unterirdischen Heimat der Trolle zu ersetzen; die, wie ich finde, richtig gut geworden ist. Dazu habe ich noch einige Details in die Karte von Wlachkis einfĂŒgen lassen, die in „Die Schlacht der Trolle“ die eine oder andere Rolle spielen.

Hier gibt es die beiden Karten schon einmal vor dem Erscheinen des Buches zu sehen:















Die Karten lassen das Buch und die Geschichte noch viel wirklicher werden. Vielen Dank an Andreas Hancock von animagic, der die Karten gezeichnet hat.