Wenn einer eine Reise tut...
Frisch zurück aus Erlangen kann ich ja ein wenig berichten. Wie es so ist, auch gute Planung kann durch volle Straßen, Staus und schlechtes Wetter durcheinander geworfen werden. So kamen wir denn genau passend zur Vorbesprechung in Erlangen an, anstatt noch ein wenig Zeit zu haben. Während meine Freundin uns im Hotel Grauer Wolf eincheckte, ging ich schon einmal vor zum Treffpunkt.
Die Orangerie war von den Organisatoren wunderbar vorbereitet worden. Die Wolfbrothers hatten für großartiges Ambiente gesorgt und standen in gewaltigen, über zwei Metern großen Rüstungen vor dem mit Fackeln gesäumten Eingang und wiesen den Weg. Sehr imposant; die Gerüsteten waren in der Pause auch sehr für Photos begehrt. In den Nischen des schönen Saales standen Nazgûl und gelesen wurde auf dem nachgebauten Thron der Eishexe aus dem Film „Chronicles of Narnia“.
Vor den Lesungen wurden Ausschnitte aus einigen Fantasyfilmen gezeigt, die einen guten Querschnitt boten. Ich war als erster Autor eingeplant. Da einerseits die Zeit knapper war, als bei Einzellesungen, andererseits das Publikum gemischter, hatte ich mich für zwei kürzere Szenen entschieden, die thematisch zum Abend passen sollten. Mit Mikrofon zu lesen hat deutliche Vorteile. Man kann die verschiedenen Rollen besser ausfüllen, und auch einmal flüstern, wenn es passt, weil man nicht immer laut sprechen muss. Mir hat die Lesung sehr viel Spaß gemacht, auch wenn ich vorher, wie üblich, Lampenfieber hatte. Danach lasen Monika Felten und Dieter Winkler aus ihren Werken, was wirklich spannend war. Nach einer kurzen Pause, in denen wir einige Bücher signierten, ging es mit der Lesung samt Tanzperformance von Roland Rosenbauer und Sulamid weiter. Den Abschluss bildete ein Film über Island, der einen Blick auf den Umgang der Isländer mit ihren Sagen und Mythen bot.
Bedauerlich fand ich, dass es wenig Interaktion zwischen Autoren und Publikum gab. Es waren wohl zwischen 140 und 150 Zuhörer da, die ein interessantes und breit gemischtes Publikum ergaben, das sicherlich interessante Fragen hätte stellen können.
Ich hoffe, dass ich später noch Bilder auf meine Website packen kann, denn das Ambiente war wirklich sehenswert.
Vielen Dank auf jeden Fall an die Organisatoren, die wirklich Beeindruckendes geleistet haben. Auf der Rückfahrt war die Strecke übrigens weitaus schneller zu bewältigen. Wenn man vorher gewusst hätte, dass die Bahn so voll ist, dann hätte man sich sicherlich einigen Stress erspart. Aber ich bin ja auch Schreiberling und kein Staupilot.





