Der 7. Sinn

Eigentlich haben wir Menschen ja fünf Sinne, die schon Aristoteles beschrieben hat. Dazu kommen heutzutage noch vier weitere, womit wir auf neun kommen. Aber manchmal benötigt es beim Schreiben volle Konzentration, nicht einige davon zu vergessen. Denn es passiert sehr schnell, dass man sich nur auf das Gesehene beschränkt, noch ein wenig Geräusch hinzufügt und fertig. Damit wird man der Erlebniswelt natürlich kaum gerecht.

Warum die anderen Sinne teilweise so eine untergeordnete Rolle spielen, kann ich nicht sagen. Wenn man Bücher aufmerksam liest, stellt man fest, dass es vielen Autoren so ergeht. Allerdings wird für mein Empfinden ein Text lebendiger, wenn alle Sinne darin vorkommen. Die Charaktere erscheinen dank ihrer umfassenden Sinneseindrücke plastischer, die Welt wird greifbarer. Deswegen versuche ich bewusst, die anderen Sinne nicht auszublenden, sondern sie mit in die Geschichte einzubeziehen.

Das führt wiederum dazu, dass ich versuche, meine Umgebung bewusster wahrzunehmen. Einfach mal genauer hinschauen, hinhören, hinfühlen, hinriechen und hinschmecken. Die richtigen Worte für Sinneswahrnehmungen zu finden, ist übrigens nicht immer einfach. Es gibt zwar eine ganze Kiste voller Klischees, an denen man sich bedienen kann, aber als Autor will man selbstverständlich die eigenen Worte finden.

Der Geruchsinn fällt mir persönlich übrigens besonders schwer, den vergesse ich relativ leicht. Aber ich bin ja auch Schreiberling und kein Parfümeur.

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